Verschenkte Worte

Eigentlich bin ich dir nichts schuldig. Keine Erklärung, keine Entschuldigung, keine Rechtfertigung. Denn ich weiß nicht einmal, was ich dir sagen könnte.

Ich habe dir so viele  meiner Worte geschenkt und du hast kein einziges wertgeschätzt. Ganz im Gegenteil.

Du hast mir jedes meiner Worte im Mund verdreht. Hast mir die Sprache verschlagen. Hast mir alles wieder zurückgespuckt.

Jeden Satz, jede Silbe, die ich dir feinsäuberlich auf dem Silbertablett hingelegt habe. Du wolltest nichts davon.

Darum muss ich dir keinen Grund dafür geben, dass du nun keines meiner Worte mehr bekommen wirst. Denn diese sind so viel mehr wert, als du je erkennen könntest.

So fällt es mir nicht schwer, ab jetzt nur noch zu schweigen. Mein Gewissen ist rein, wenn ich dir von nun an meine Sprache verweigere.

 


Dieser Text wurde im Rahmen des Projektes *.txt verfasst. Das Schlüsselwort zu diesem Beitrag war Gewissen.

Über Meichy

Meichy // 24 // Sozialarbeiterin mit einer Leidenschaft für das geschriebene Wort // Kontakt: meichy@gmx.at
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