Nackt

Mein Kopf ruht auf seiner Brust. Er streicht mir sanft durchs Haar. Ich beobachte, wie sich sein Brustkorb regelmäßig hebt und senkt. Sein Herzschlag in meinem Ohr. Meine Finger wandern langsam über seinen nackten Oberkörper. Er zuckt ein wenig, denn er ist kitzelig.

Wir liegen eng aneinander gedrückt da. Unsere Haut scheint verschmolzen zu sein. Wenige Minuten zuvor waren wir auf die intimste Weise verbunden. Wir waren uns so nahe, wie wir sonst niemandem nahe sein wollen.

Doch auch wenn der gemeinsame Akt beendet ist. Auch wenn diese intimste Verschmelzung schon wieder einige Minuten in der Vergangenheit liegt. Auch wenn unsere Körper vorher eine Einheit bildeten und wir jetzt wieder wir selbst sind, wieder zwei Personen.

Wir sind uns jetzt näher als zuvor. Unsere Herzen schlagen im selben Takt. Unser Atem fließt im gleichen Rhythmus. Wir gehören zusammen. Jetzt viel mehr als je zuvor.

„Ich liebe dich“, flüstert er und küsst meine Stirn. Er streicht mit seiner Handfläche über meinen Rücken. Ich bekomme Gänsehaut und er drückt mich noch näher an sich. Das ist alles, was ich will. Er ist alles, was ich brauche.


Dieser Text wurde im Rahmen des Projektes *.txt verfasst. Das Schlüsselwort zu diesem Beitrag war nackt.

Über Meichy

Meichy // 24 // Sozialarbeiterin mit einer Leidenschaft für das geschriebene Wort // Kontakt: meichy@gmx.at
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