Ohne Grund

Dass das Leben nicht fair ist, das weißt du schon längst.
Was der Sinn sein soll, das fragst du dich dennoch.

Trotzdem liebst du es manchmal sehr.
Du tanzt im Regen, trinkst Wein und umarmst deine Liebsten.
Du weinst, weil du so sehr lachen musst.
Dein Herz füllt sich mit Hoffnung.

Aber dann hasst du es wieder abgrundtief.
Du schreist, kratzt dir alte Wunden auf und verfluchst alles.
Du weinst, weil es so sehr schmerzt.
Dein Herz zerbricht in tausend Splitter.

Dass das Leben keinen Sinn hat, das weißt du schon längst.
Warum es nicht fair ist, das fragst du dich dennoch.

 


Dieser Text wurde im Rahmen des Projektes *.txt verfasst. Das Schlüsselwort zu diesem Beitrag war abgrundtief

Über Meichy

Meichy // 24 // Sozialarbeiterin mit einer Leidenschaft für das geschriebene Wort // Kontakt: meichy@gmx.at
Dieser Beitrag wurde unter Poesie, Prosa abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Antworten zu Ohne Grund

  1. gruppli schreibt:

    Das ist sehr lebendig beschrieben, ich nicke so und denke „So ist’s“ – und über die Fragen nach Sinn und Fairness – darüber schlaf ich jetzt mal :-)

  2. Ben Froehlich schreibt:

    Hm…die Suche nach der Fairness…es wäre schön, wenn das Leben fair sein könnte. Fair sein würde…wenngleich ich mich nicht beklagen kann. Mit mir meint es das Leben sehr gut. Auch das ist nicht gerade fair…

    • Meichy schreibt:

      Das Leben ist nun leider einfach nicht fair. Das habe ich nun schon zu oft sowohl persönlich, als auch in meinem Bekanntenkreis und auch im beruflichen Kontext miterlebt. Und auch wenn ich das weiß, erschüttert mich diese Erkenntnis immer wieder…

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