Gratwanderung

Mit geschlossenen Augen
Wandert sie entlang
Diesem unsichtbaren Grat

Weder nach links noch nach rechts
Wagt sie zu blicken
Viel zu groß ist ihre Angst

Zu schmerzhaft wäre der Fall
Für ihre Seele
Darum hält sie die Balance

Denn Eros und Thanatos
Ziehen fest an ihr
Jeder will sie gewinnen

Doch sie hält das Gleichgewicht
Wandert blind auf ihrem Grat
Während ihr Herz fast zerreißt

 


Dieses Gedicht wurde im Rahmen des Projektes *.txt verfasst. Das Schlüsselwort zu diesem Beitrag war Gratwanderung

 

Über Meichy

Meichy // 24 // Sozialarbeiterin mit einer Leidenschaft für das geschriebene Wort // Kontakt: meichy@gmx.at
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6 Antworten zu Gratwanderung

  1. Pingback: LeseBlüten | Meichy | Stilblüten

  2. Dominik schreibt:

    Ja, diese Gratwanderungen kennt man. Sehr stimmig und schön, obwohl sowas ja eigentlich unschön ist.

  3. mea schreibt:

    wow! Sehr beeindruckend. Und ein starkes Bild, dass die ’sie‘ in Deinem Gedicht es in der Hand zu haben scheint, ob sie die Balance hält. Wie eine mutige Entscheidung, die sie selbst getroffen hat. Wo andere sich kaum mehr halten können und nichts gegen das Fallen tun können, bleibt sie standhaft, hält das Gleichgewicht und wandert weiter.
    Liebe Grüße
    Mea

  4. Lexasleben schreibt:

    Traurig. Bedrückend. Aber die Stimmung kommt sehr gut rüber.
    Schön umgesetzt :)

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